Meine Narben – mein Weg

Frau hält Blüte

Ein Artikel von Mascha K. über den Mut, Heilung auf allen Ebenen anzunehmen.


Kindheit & erste Spuren

Ich habe eine große Narbe am Fuß. Sie stammt von einem Fahrradunfall als ich 3 Jahre alt war. Früher wusste ich immer an welchem Fuß diese Narbe ist, sie machte mich als Kind besonders. Ein bisschen war sie auch ein Zeichen dafür, wie ich sein konnte: durchsetzungsfähig und widerspenstig.
Ich hatte den Fuß in das Rad gesteckt, um meine Oma am Wegfahren zu hindern. Mein Fuß war gequetscht, ich konnte wochenlang nicht laufen. Meine Oma beschwerte sich, ich hätte mich doch auch anders durchsetzen können …
Heute muss ich aktiv schauen, bevor ich sagen kann, wo sich die Narbe befindet. Der Fahrradunfall ist in Vergessenheit geraten, die Narbe immer von Socken bedeckt. 

Neue Narben, neue Kapitel

Andere Narben sind über die Jahre hinzugekommen und haben mich mehr geprägt. Auch sie könnten ein Zeichen meiner Durchsetzungsfähigkeit sein, sind es aber nicht: 2 Narben an meiner rechten Brust zeugen von 6 Operationen, die es benötigte, um ein DCIS vollständig zu entfernen.
Meine Bekannte nannte es „den Ferrari unter den Brustkrebsen“. Ich weiß wieso – keine Chemo, höhere Heilungschancen. 6 OPs in 6 Monaten plus Bestrahlung sind trotzdem kein Zuckerschlecken. Und das „danach“ noch weniger.
Dreiteiliges Bild mit einer Frau in entspannter Lounge-Pose, einem minimalistischen Herzsymbol in Braun und Rosé sowie einer Flatlay-Szene mit Laptop, Kaffee und Notizbuch – Sinnbild für Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Balance im Alltag. Inspiriert von Healyni und der Narbenpflege Creme, die Haut und Seele gleichermaßen bei der Regeneration unterstützt

Das Danach

Weil „es hätte so viel schlimmer kommen können“ stimmt, aber doch das Erlebte klein macht. In einer Situation, in der man gerne an die Hand genommen werden würde.
Ich habe damals nicht die richtigen Foren gefunden, um mich auszutauschen. Ich wollte keine Gruppentherapie mit Menschen, die noch es härter getroffen hat und unter denen ich mich wie eine Hochstaplerin fühlte … aber eben auch keinen Aerobic Kurs im lokalen Fitnessstudio, für den ich zu schwach oder durch die OPs zu eingeschränkt war.
Ich habe eine solche Plattform nie gefunden und hätte sie doch gebraucht. Und nachdem die Wunden verheilt waren vielleicht sogar noch mehr.

Daily Reminder

Die Narben sind mein daily reminder, dass jeder Heilungsprozess Hilfe annehmen bedeutet.

Mich erinnern meine Narben daher weniger an meine Resilienz oder mein Durchhaltevermögen, sondern vielmehr an eine Zeit, in der ich mich vor allem allein gefühlt habe. Trotz Familie, Job und Freunden.
Weil mir Vorbilder gefehlt haben und Austausch mit Betroffenen. Erst Monate nach dem Abschluss meiner Therapie habe ich verstanden, dass nicht nur die Narben auf der Haut heilen müssen, sondern auch die auf der Seele. Am besten Hand in Hand.
Dass Heilung ein langer Prozess ist. Aber auch, dass man sich so viel Unterstützung wie möglich holen kann und soll. Was mir geholfen hat? Yoga, Meditation, spazieren gehen, gesundes Essen. Aber eben auch: Friseurbesuche, ein gutes Shampoo, Kosmetik, neue Kleidung.
Das Bild zeigt eine Karte mit dem Spruch „Today I’m looking scar-mazing“ inmitten farbenfroher Blumen – inspiriert von Healyni. Unsere Narbenpflege Creme unterstützt die natürliche Regeneration der Haut, verbessert das Erscheinungsbild von Narben und stärkt das tägliche Gefühl von Selbstfürsorge und Wohlbefinden
Vieles kann parallel existieren und so habe ich auch mit meinem Narben Frieden geschlossen. Sie dürfen existieren, auch wenn sie nur ein kleiner Teil von mir sind … und hoffentlich auch die jüngeren Narben, genau wie meine Narbe am Fuß, über die Zeit an Bedeutung verlieren.

 

Über die Autorin: 
Mascha K. ist Expertin für modulare Fertigungsplattformen und arbeitet an der Schnittstelle von Technologie, Innovation und Menschlichkeit. Nach ihrer eigenen Erfahrung mit einem DCIS – eine frühe Form von Brustkrebs – begann sie, Heilung als etwas Ganzheitliches zu verstehen: als Zusammenspiel von Körper, Seele und Umfeld. Sie glaubt daran, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern Teil echter Regeneration. Mit ihrer Geschichte möchte sie Frauen inspirieren, die sich auf ihrem ganz persönlichen Heilungsweg befinden.